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Das Westdeutsche Osteoporose-Zentrum

In gewissem Umfang ist eine Abnahme der Knochenstruktur mit zunehmendem Alter normal. Bei einer Osteoporose (Knochenschwund) ist der Knochen instabil und kann schon bei geringer Belastung brechen, ohne große äußere Krafteinwirkung. Der „Knochenschwund“ Osteoporose bleibt lange ohne Symptome. Es ist daher wichtig, das Risiko für eine Osteoporose zu erkennen und frühzeitig gegenzusteuern, um Knochenbrühce zu vermeiden.

Welche Beschwerden verursacht Knochenschwund?
Der Knochenschwund ist nicht spürbar, insbesondere verursacht er keine Schmerzen. Wenn Knochenbrüche auftreten, kann es auch zu erheblichen Schmerzen kommen. Bei Wirbelbrüchen können z. B. plötzliche starke Rückenschmerzen auftreten. Oftmals fällt auch nur eine Abnahme der Körpergröße auf.

Osteoporose-Sprechstunde

In unsere Sprechstunde kommen überwiegend Patient:innen mit der Sorge, dass sich bei ihnen im Verborgenen eine Osteoporose entwickelt, oder Betroffene, bei denen der Verdacht auf Osteoporose besteht. Erkrankte mit einer entsprechenden Diagnose, Wirbelfrakturen oder anderen Knochenbrüchen sind ebenfalls bei uns richtig. Die Sprechstunde richtet sich an Selbstzahler:innen, eine kassenärztliche Abrechnung ist nicht möglich.

Bei uns erhalten Sie eine leitlinien-gerechte Abkläung und Therapie gemäß DVO (Dachverband der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaften).
Die passende Behandlungsstrategie entwickeln wir im Gespräch mit Ihnen. Wir bieten Ihnen außerdem regelmäßige Kontrolltermine zur Verlaufs- bzw. Erfolgskontrolle.

Osteoporose hat viele Ursachen

Bei einer Osteoporose kommen oft mehrere auslösende Faktoren zusammen, zum Beispiel das Alter, fehlende Bewegung, Ernährungsfaktoren, die Einnahme von Medikamenten oder hormonelle Faktoren. Besonders häufig sind Frauen nach den Wechseljahren betroffen, zwischen 50 und 60 Jahren liegt das Osteoporoserisiko bei 15 Prozent und steigt bei über 70-jährigen Frauen bis zu 45 Prozent an. Zahlreiche Erkrankungen können ebenfalls eine Osteoporose verursachen, z.B. Erkrankungen der inneren Organe, sowie Stoffwechselstörungen, Entzündungen und hormonelle Störungen.

Folgende Personengruppen sollten sich daher untersuchen lassen:

  • Frauen nach den Wechseljahren (Menopause)
  • Frauen mit vorzeitigen Wechseljahren und nach Verlust der Eierstockfunktion (Operationen, Bestrahlung)
  • Männer mit Testosteronmangel oder Erkrankungen des Hodens
  • bekannte Osteoporose in der Familie
  • Patienten mit erhöhtem Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Patienten mit Calcium-Mangel oder Calcium-Stoffwechselstörungen
  • Patienten mit geringem Körpergewicht
  • Einnahme von Cortison über mehr als 2 Wochen
  • Erkrankungen von Herz, Lunge, Darm, Nieren, Leber oder Schilddrüse
  • Diabetes mellitus

Wegen ähnlicher Beschwerden werden seltenere Knochenkrankheiten hormoneller oder metabolischer Ursache häufig zunächst mit der Osteoporose verwechselt. Eine sorgfältige Abgrenzung ist sehr wichtig, weil sich sehr oft völlig andere Therapieansätze ergeben, zum Beispiel, wenn vorher fälschlich von einer „therapieresistenten“ Osteoporose gesprochen wurde.

Skelett eines Menschen zur Erläuterung von Osteoporose
Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Messung der Knochendichte in Kombination mit der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und Laboruntersuchungen gestellt. Zur Messung der Knochendichte verwenden wir den Goldstandard, die so genannte Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA-Messung) und kooperieren hierfür mit Partnern in der Umgebung.

Eine DXA-Messung ist das derzeit aussagekräftigste und genaueste Verfahren, um eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Hierbei handelt es sich um ein Röntgenverfahren mit sehr geringer Strahlenbelastung (etwa ein Hundertstel einer Röntgen-Lungenaufnahme). Die Untersuchung ist schmerzfrei, nicht belastend und dauert ca. 15 bis maximal 30 Minuten. Risiken sind nicht bekannt; eine Schwangerschaft sollte jedoch ausgeschlossen sein.

Therapie

Eine Behandlung besteht aus mehreren Komponenten. Hierzu zählt die Bewegung, ein intakter Vitamin D-Calcium-Haushalt und Medikamente, welche die Krankheit bremsen
und den Knochen stabilisieren. Wir beraten Sie ausführlich, welche Maßnahmen für Sie richtig sind. Wichtig ist hierbei auch die Zusammenarbeit im Team, gemeinsam mit Orthopäden, Zahnärzten und Krankengymnasten (Physiotherapeuten).

Gute Ernährung hilft

Wichtig für gesunde Knochen ist ein ausgeglichener Calcium- und Vitamin D-Haushalt. Vor allem durch Milchprodukte, Nüsse und Mineralwasser wird der Kalziumbedarf mit der Nahrung gedeckt. Um den Bedarf an Vitamin D zu decken, reicht die Ernährung allein nicht aus. Der Körper kann Vitamin D allerdings selbst herstellen. Wichtig dafür ist viel Bewegung an der Sonne.

Stürze vermeiden (+ Videos)

Krankengymnastik ist wichtig zu Kräftigung der Muskulatur und zur Beübung der Koordination. Außerdem sollten ältere Osteoporose-Patienten regelmäßig ihre Sehkraft kontrollieren lassen und Stolperfallen im Umfeld beseitigen.

In den folgenden Videos auf youtube (externe Verlinkung) von Gabi Fastner finden Sie Beispiele und Anregungen für die Beübung von Gleichgewicht und Stabilität:

Selbsthilfe

Der Bundes­selbst­hilfeverband für Osteoporose e.V. mit Sitz in Düsseldorf vermittelt Betroffenen Kontakt zu den Selbsthilfegruppen vor Ort.

Kosten

Leider werden die Kosten für die Knochendichtemessung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht in allen Fällen übernommen, sondern nur dann, wenn bereits osteoporotische Frakturen vorliegen. Als Vorsorgeuntersuchung ist die Messung derzeit nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten und muss daher privat abgerechnet werden.

Kommen Sie erstmalig in die Osteoporose-Sprechstunde?

Füllen Sie bitte im Vorfeld den Osteoporose-Risikofragebogen aus.

Praxis-Leistungen im Überblick